Bauchgurte für die Fötusüberwachung

Mehr Sicherheit durch genaue Kontrolle

Wenn ein erhöhtes Risiko bei einer Geburt in Bezug auf eine Sauerstoff-Unterversorgung des Kindes besteht, müssen Mutter und Kind besonders gründlich überwacht werden.

Wenn bei der Aufzeichnung der kindlichen Herzaktionen in Kombination mit der Wehentätigkeit verdächtige Herzschlag- Frequenzmuster auftreten, ist es sinnvoll zusätzliche diagnostische Maßnahme einzusetzen, um ein genaueres Bild vom Zustand des Feten zu erhalten, z.B. durch Untersuchungen fetaler Blutproben.

Die sichere Blutentnahme mit der MBU Kapillare

Die moderne und sichere Technik zur Überprüfung des (Sauerstoff) Versorgungszustandes des Kindes während der Geburt besteht in der Mikroblutuntersuchung (MBU). Hierbei kann der Arzt mit der hierfür eigens entwickelten Kapillare einen Blutstropfen aus der Kopfschwarte des ungeborenen Kindes entnehmen, diesen in das Blutgasanalysegerät überführen und so innerhalb kurzer Zeit die notwendigen Informationen über den pH-Wert bzw. den Sauerstoffgehalt im Blut des Kindes gewinnen, die über den weiteren Verlauf der Geburt entscheiden können.

Die für diese Untersuchungsmethode von Prof. Saling entwickelte MBU-Glaskapillare mit heparinisiertem Faden werden exklusiv von der Firma DIA-Nielsen GmbH & Co. KG hergestellt und vertrieben.

MBU-Kapillare nach Prof. Saling mit CE-Zeichen

  • Länge ca. 360 mm
  • Durchmesser außen ca. 2,75 mm und innen ca. 1 mm
  • mit Na-heparinisiertem Faden innen
  • Ansaugschlauch (PVC) ca. 650 mm
  • Innenvolumen Glaskapillare ca. 230 μl

Ebenfalls bei uns erhältlich: das passende Zubehör zur kontrollierten Inzision in die Haut des vorangehenden kindlichen Teiles.

  1. Definition
    Unter Mikroblutuntersuchung versteht man die Blutgasanalyse des Fetus unter der Geburt.
  2. Indikation
    Die Mikroblutuntersuchung nutzt man, um nicht eindeutig pathologische Befunde der Kardiotokographie zu überprüfen. Indikationen für eine Mikroblutuntersuchung sind:
    • mehr als 30% DIP I in der Eröffnungsphase
    • leichte bis mittelschwere DIP II mittelschwere variable Dezelerationen sowie Dezelerationen, die ungünstige Zusatzkriterien mit schlechter Prognose aufweisen nicht eindeutige fetale Bradykardien und Tachykardien (Herzfrequenz unter 110 sowie über 150)
  3. Durchführung
    Zunächst wird der fetale Skalp unter amnioskopischer Sicht oder mittels Spekulumeinstellung sorgfältig desinfiziert und mit flüssigem Stickstoff hyperämisiert. Es folgt das Anritzen des Skalps bis Kapillarblut fließt. Das in eine heparinisierte Glaskapillare aufgenommene Blut wird im Anschluss mittels der Astrup-Methode analysiert.
  4. Auswertung
    Der Definition nach Saling entsprechend bedeutet ein pH-Wert kleiner als 7,20 eine Azidose.
    • pH > 7,30: normal
    • pH 7,29 – 7,25: reduziert
    • pH 7,24- 7,20: Präazidose
    • pH 7,19- 7,15: leichte Azidose
    • pH 7,14- 7,10: mittelgradige Azidose
    • pH 7,09-7,05: fortgeschrittene Azidose
    • pH < 7,04: schwere Azidose

Eine zerebrale Schädigung ist nur zu erwarten, wenn die Azidose schwer ist und über einen längeren Zeitraum anhält.

Bei normalen oder präazidotischen Werten wird die Mikroblutuntersuchung nach dreißig Minuten wiederholt. Wenn der pH-Wert weiter abfällt, sollte die Geburt in absehbarer Zeit beendet werden.

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